Hypertonie

Der Blutdruck ist der Druck, den das Blut auf die Gefäße ausübt. Er wird unterteilt in die Systole (Kontraktion des Herzens/Austreibung des Blutes) und die Diastole (Ruhephase des Herzens).

Ein Bluthochdruck besteht, wenn unabhängig vom Lebensalter Blutdruckwerte von mehr als 140 / 90 mm Hg vorliegen. Die Hypertonie ist wahrscheinlich die häufigste Erkrankung des Menschen, bei ca. 10 % aller Menschen und etwa 20 % der Menschen über 40 wird eine Hypertonie gefunden.
Unterteilt werden 2 verschiedene Formen des Hochdrucks:
Primäre oder essentielle Hypertonie ( 90 - 95 % der Fälle )
Sekundäre Hypertonie ( 5 - 10 % der Fälle )

1. Renale Hypertonie - durch Erkrankungen der Nierengefäße, des Nierenparenchyms oder durch Nierentumore

2. Endokrine Hypertonie - Hyperthyreose, Cushing - Syndrom etc.

Der Hochdruck wird ebenfalls in Schweregrade eingeteilt:

Grad 1: (leicht) Systole 140 – 159 und / oder Diastole 90 -99
Grad 2:
(mittelschwer) Systole 160 – 179 und / oder Diastole 100 - 109
Grad 3:
(schwer) Systole 180 und höher und / oder Diastole 110 und höher

 

Ursachen

Die primäre Hypertonie manifestiert sich meist zwischen dem 35 und 50 Lebensjahr. Als Ursache vermutet man eventuell erblich bedingte Stoffwechselstörungen oder Stressfaktoren, eine genauere Entstehung ist nicht bekannt.

Bei der sekundären Hypertonie sind Schädigungen der Nieren oder Erkrankungen des endokrinen Systems die Ursache.

Der Bluthochdruck stellt eine große Belastung für die Innenwände der Arterien dar und beeinträchtigt den Stoffwechsel der dort befindlichen Zellen. Dadurch wird die Arteriosklerose erheblich gefördert, die ihrerseits wiederum dem Hochdruck Vorschub leistet.

Die eigentliche Bedeutung der Hypertonie liegt in den zahlreichen hochdruckbedingten Gefäßkomplikationen und deren Folgeerscheinungen. In den USA wird die Hypertonie aus diesem Grund „ silent killer „ genannt.

 

Komplikationen und Folgeerkrankungen

Typische Folgeerkrankungen der Hypertonie sind die nachhaltige Schädigung des Herzmuskels, der Herzinfarkt, die Niereninsuffizienz, die arterielle Verschlusskrankheit (AVK) und insbesondere der Apoplex (Schlaganfall).

Symptome : Oft wird die Erkrankung zufällig entdeckt, weil die Hypertonie keine (silent!) oder nur geringe Beschwerden verursacht.
Kopfschmerzen; Schwindel; Ohrensausen; Augenflimmern; Nasenbluten; Gesichtsrötung;

Diagnose : Mehrmalige RR - Messung zu verschiedenen Zeitpunkten; Langzeitblutdruckmessung ( 24 h ); Abklärung der Ursache;

Therapie : Bei sekundären Hypertonien wird die ursächliche Erkrankung behandelt.

Die primären Hypertonien werden symptomatisch medikamentös durch Antihypertensiva therapiert.

Zusätzlich gehört die Regelung der Lebensführung dazu, z.B. ausreichender Schlaf, körperliche Bewegung (Ausdauersport), Gewichtsreduktion, Rauchverbot, kochsalzarme Diät usw.

Die Prognose der Behandlung der Hypertonie ist durch die Vielzahl der medikamentösen Möglichkeiten gut. Entscheidend ist das Ausmaß der Gefäßschäden bei Behandlungsbeginn.

Gefürchtet ist als direkte Komplikation die hypertensive Krise, d. h. der Blutdruck steigt plötzlich sehr stark an und die Patienten sind durch ein Linksherzversagen oder eine Hirnblutung akut bedroht.

C/Oenning



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